Maßgeschneidertes Konzept für einen “Hidden Champion”

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Was haben der 1001-PS-starke Supersportwagen Bugatti Veyron, Studioausstattungen von großen Fernsehsendern oder etwa die Medizintechnik gemein? In ihnen ist ein beträchtliches Stück Know-How der Forchheimer Popp-Group zu finden. Aus einer einfachen Schreinerei entstanden, fertigt das Unternehmen heute in der vierten Generation High-Tech-Produkte für alle Welt. Bei der energetischen Versorgung ihres neuen Firmensitzes hat die Popp GmbH & Co. KG auf die Kompetenz des Rugendorfer Energie-Experten Münch zurückgegriffen. Neben Beratungen zur sinnvollsten Netzanbindung des neuen Betriebes wurde eine Photovoltaik-Anlage erstellt, mit der die Popp-Group über 40 Prozent ihres Strombedarfs selbst konkurrenzlos günstig herstellt.

Das Forchheimer Gewerbegebiet, einen Katzensprung von der Autobahn „Frankenschnellweg“ entfernt: Zwischen Baumärkten, Fast-Food-Restaurants und Logistik-Unternehmen hat die Popp- Group vor gerade mal eineinhalb Jahren ihre neue Betriebsstätte bezogen. In einer 6000 Quadratmeter großen Halle fertigen 60 Mitarbeiter Bauteile für Kernspin- und Computertomographen. Dabei kommt es auf höchste Präzision und beste Qualität an. Nur ein kleiner Fehler kann massive Auswirkungen haben. Popp stellt hier wesentliche Bestandteile her: Etwa Patiententische aus Spezialmaterial. In ihrem Innern befindet sich eine hartschaumartige Platte, die erst das bildgebende Verfahren ermöglicht. Oder die Endmontage der Röhren, in denen der Patient untersucht wird.

Doch das ist längst nicht alles. Die Popp- Group ermöglicht es mit ihrer Kompetenz, extrem standfeste High-Tech-Bremsanlage für Supersportwagen zu bauen. Die Scheiben bestehen aus Karbon, glänzen durch beste Verzögerungswerte und thermische Belastbarkeit. Für sie fertigt Popp einen Kern, um den herum die Bremsscheibe gebaut werden kann. Beim Prozess wird die Karbon-Scheibe in einem Ofen gebacken. Der Kern schmilzt dabei heraus: Übrig bleibt das Endprodukt…

Wer des öfteren TV-Nachrichten ansieht oder auch Unterhaltungsshows wie „Wetten, dass…“ kennt, der hat auf seinem Bildschirm – ohne es zu wissen – schon Popp-Produkte gesehen: Denn die Firma baut für etliche große Fernsehsender maßgeschneiderte Bühnenbilder. Möglich wird das alles durch CNC-Fräsen, die in Sachen Exaktheit ihresgleichen suchen.

Die hohe Qualität der Popp-Produkte hat sich herumgesprochen, und Erzeugnisse aus der Forchheimer Werkhalle gehen in alle Welt: Nach Korea etwa oder nach China. „Ein Viertel unseres Umsatzes aber machen wir in den USA“, sagt Frank Geppert, der zusammen mit seiner Frau Sonja das Unternehmen leitet. In der Öffentlichkeit wird die Popp-Group kaum wahrgenommen: Sie ist ein echter „Hidden Champion“.

Es versteht sich von selbst, dass eine Firma wie Popp sehr energieintensiv produziert. Deshalb lag es der Geschäftsleitung am Herzen, beim Bau des neuen Firmensitzes auf umweltfreundliche Technologien zu setzen. Im Unternehmen Münch – Energie fand das Ehepaar Geppert einen ebenso kompetenten wie engagierten Mitstreiter: Der hat auf dem Dach der Fertigungshalle eine Photovoltaikanlage installiert. 1250 Module liefern 350.000 Kilowattstunden im Jahr – so viel Strom, wie es für die Versorgung von 350 Menschen nötig ist. Und das zu konkurrenzlos günstigen Preisen: 7,5 Cent kostet die Kilowattstunde derzeit. Nach 20 Jahren sinken die Kosten gar auf 0,5 Cent, weil dann die Anlage abgeschrieben sein wird. „Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass Privatkunden heute zirka 26 Cent und auch Industriekunden 18 bis 21 Cent je Kilowattstunde berappen müssen“, verdeutlicht Mario Münch. Alles in allem spart die Popp GmbH & Co. KG auf diese Weise rund 40 Prozent ihrer Stromrechnung – ohne sich groß darum kümmern zu müssen. Die Sonne liefert die Energie, die Firma Münch Sicherheit auch über den Erstellungszeitraum hinaus. Auch nach dem Bau der Anlage werden alle anfallenden Aufgaben von der Rugendorfer Firma erledigt. Der Betreiber hat keine zusätzliche Arbeit und kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Auch mit Wartungsfragen muss er sich nicht belasten. Fernüberwachungssoftware und Analyse-Geräte bürgen dafür, dass die PV-Anlage immer die bestmögliche Leistung liefert und rund läuft. „Wir sind mit der Firma Münch total zufrieden. Die Fernwartung läuft vollautomatisch, ich muss mich um nichts kümmern“, sagt Frank Geppert.

Ebenso positiv fällt die Beurteilung des Forchheimer Unternehmers aus, wenn es um Projektierung und Bau der PV-Anlage geht. Besonders gelegen war dem 48-Jährigen daran, dass die Dachhaut des Firmenneubaus bei der Installation und während des Betriebes keinen Schaden nimmt. Diese Vorgabe konnte Münch-Energie mit einem mittlerweile weltweit eingesetzten Patent ganz elegant lösen: Es kam ein in der Unternehmensgruppe entwickeltes Flachdachhalterungssystem zum Einsatz, welches völlig entkoppelt auf dem Untergrund steht. Eine Fixierung am Boden oder gar Dachdurchdringung ist somit nicht mehr notwendig. Ermöglicht wird dies durch eine spezielle Spoilertechnik ähnlich den Spoilern in der Formel 1: Damit wird das das System sogar bei Starkwind-Ereignissen sicher auf dem Dach gehalten.

Hier zahlt sich ein weiterer Nebeneffekt dieser Technologie und den unzähligen Stunden der Prüfung im Grenzschichtwindkanal aus. Anders als Systeme, die auf Ballastierung setzen und die Firmendächer mit bis zu 100 Kilogramm je Quadratmeter belasten, kommt man hier auf eine zusätzliche Dachlast von nur sieben bis neun Kilogramm je Quadratmeter und schont somit die Dächer. Auf diese Weise sind nun sehr viele Gebäude erst für diese günstige Art der Energieerzeugung nutzbar.

Alles in allem gelang es der Firma Münch, für ihren Forchheimer Kunden eine individuelle Lösung von A bis Z zu finden. Wirtschaftliche Vorteile zu realisieren (Stromeinsparung) und die Umwelt zu schützen (ökologischer Aspekt) war eine maßgebliche Vorgabe. „Denn wir sind es nachfolgenden Generationen schuldig, sorgsam mit der Umwelt umzugehen. Das ist mir wichtig, denn wir haben selbst ja auch Kinder“, verdeutlicht Geschäftsführerin Sonja Geppert dazu. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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